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So fanden nur noch wenige Passagierflüge mit nur noch etwa 10.000 Passagieren jährlich statt. Erst nach der deutschen Wiedervereinigung wurde am 3. Oktober 1990 der Linienverkehr, zunächst nach Berlin-Tempelhof und Frankfurt am Main wiederaufgenommen.
In den darauf folgenden Jahren erhielt der Flughafen ein neues
Abfertigungsgebäude (Terminal B), einen neuen Kontrollturm und neue
Flugsicherungstechnik. Diese Arbeiten sind im wesentlichen im Jahr 1996 beendet worden.
Seit der politischen Wende wurden bis 2004 rund 220 Millionen Euro
öffentliche Gelder in den Erfurter Flughafen investiert. Im Jahr 2004
sind 546.975 Passagiere auf dem Flughafen gelandet und gestartet, im
Jahr 2003 waren es rund 506.000. Die Steigerung war der täglichen Ryanair-Verbindung nach London-Stansted zu verdanken, die allein für rund 70.000 Passagiere sorgte. Die Verbindung wurde allerdings im Januar 2005 wieder eingestellt.
Seit 1998 besitzt der Flughafen eine Autobahnanbindung über die A 71-Anschlussstelle Erfurt-Bindersleben.
Seit dem 21. Juni 2005 ist der Flughafen durch die Fertigstellung
einer neuen Straßenbahntrasse schneller und komfortabler mit
öffentlichen Verkehrsmitteln von der Innenstadt aus erreichbar geworden.
Der bisherige Geschäftsführer des Flughafens, Gerd Ballentin, wurde
am 13. Januar 2006 vorübergehend festgenommen, nachdem er bereits
Anfang Januar 2006 zurückgetreten war. Es besteht der Verdacht, dass
der Flughafenbetreiber über Jahre Passagierzahlen gefälscht hat und
damit dem Flughafen unrechtmäßig zu etwa neun Millionen Euro
Fördermitteln verholfen hat. Der Freistaat Thüringen und die EU fordern
ihre Fördermittel zurück.
Pläne, den Flughafen in Flughafen Erfurt-Weimar umzubenennen, wurden nicht verwirklicht.
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